JGC - Kalkulationsprogramm für Gasfedern


Mit diesem Kalkulationsprogramm wollen wir Sie bei der Auswahl einer geeigneten Gasdruckfeder für Ihre Anwendung unterstützen.

Für Anwender die noch nicht mit der Thematik vertraut sind haben wir einen Wizard/ Assistenten entwickelt, der Sie in 8 Schritten zur optimalen Auslegung führt. Dabei werden Ihnen in jeder einzelnen Stufe die für die Berechnung notwendigen Grundlagen erklärt, darüber hinaus steht Ihnen die Hilfe-Funktion für tiefergehende Informationen zur Verfügung.

Nutzer, denen das Programm vertraut ist, haben die Möglichkeit direkt in den Vollmodus zu wechseln.

Aus Wettbewerbsgründen verzichten wir in der Internet-Version auf die Angabe der Gasfeder-Ausschubkraft.

Lediglich der Handkraftverlauf, also die vom Anwender aufzubringende Kraft am Handangriffspunkt (Griff), wird Ihnen angezeigt. Um sehr einfach einen optimalen Handkraftverlauf zu erhalten, können im Vollmodus bei gedrückt gehaltener "linker Maustaste", die Montagepunkte der Gasdruckfeder durch Anklicken verschoben werden.

Nach erfolgter Berechnung bitten wir Sie uns die ermittelten Werte entweder per E-Mail oder Fax zukommen zu lassen.

Im Feld "ausgewählte Gasdruckfeder" wird Ihnen ständig aktualisiert der benötigte Hub sowie die Einbaulänge angezeigt. Bitte beachten sie dabei folgende Längen-Richtwerte:
       Gasdruckfeder:   2 * Hub + 100 mm = Einbaulänge (ausgefahren)
       Gaszugfeder: 1 * Hub + 133 mm = Einbaulänge (eingezogen)

Exakte Informationen zur Längenberechnung entnehmen Sie bitte unserem aktuellen Prospekt oder unserer Homepage.

Sollten Sie bei der Berechnung Hilfe benötigen, kommen Sie über "Datei" und "Neu" wieder in den Wizard-Modus. Weitere Informationen erhalten Sie auch in der Rubrik "Hilfe" / "Anweisungen".

Für auftretende Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich auch gerne persönlich zur Verfügung:

       JGCinfo@bansbach.de
       Tel:   +49 (0) 7172 - 9107 0
       Fax: +49 (0) 7172 - 9107 44

Achtung: Die Berechnung und Auslegung erfolgt in der Regel auf Grundlage verschiedener Vorgaben und Annahmen. Bitte beachten Sie, dass wir für Einbauvorschläge jegliche Garantie- und Haftungsansprüche ausschließen.


Assistent/Wizard

Links zu Wizard Schritts:

Grundlagen: Schritt 1/8
Handangriffspunkt: Schritt 2/8
Schwerpunkt + Gewicht: Schritt 3/8
Schwenkwinkel: Schritt 4/8
Montagepunkt Klappe: Schritt 5/8
Montagepunkt Rahmen: Schritt 6/8
Eingabeinformationen: Schritt 7/8
Animation: Schritt 8/8


Grundlagen: Schritt 1/8


Grundlage für die Dateneingabe ist ein Koordinatensystem. Alle Maßangaben werden in Millimeter angegeben und beziehen sich auf den Drehpunkt, dessen Zentrum dem Mittelpunkt des Scharniers Ihrer Anwendung entspricht. Die Position ist also immer (X=0 / Y=0).



Achtung: Bei der Eingabe der Daten muss beachtet werden, dass die Werte sich immer auf die Start-/Ausgangsposition der Anwendung beziehen (geschlossene Position).


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Handangriffspunkt: Schritt 2/8


Bitte definieren Sie in diesem Schritt den Handangriffspunkt (HAP). Dieser Punkt entspricht der Position des Griffs, in welcher der Bediener seine Handkraft einbringt, um die Klappe zu bewegen.

Der Einfachheit halber wird in den meisten Fällen die gesamte Klappenbreite angegeben. Bei präziser Berechnung wird die Distanz von Mitte Drehpunkt bis Mitte Griff benötigt.

Im Falle einer abgewinkelten Klappe kann im Vollmodus der Handangriffspunkt exakt positioniert werden. Dazu müssen Sie im Menü "Optionen" über "Koordinaten" das Feld "Decart Koord (mm)" aktivieren.

Im späteren Vollmodus ist von negativer und positiver Handkraft die Rede, was nichts anderes bedeutet als:





Zur Erklärung der im Vollmodus abgebildeten Handkraftverlauf - Kurve (rote Linie), bitten wir Sie das folgende Beispiel zu betrachten:




In diesem Beispiel, muss der Anwender am Handangriffspunkt (Griff) zum Öffnen der geschlossenen Klappe (Horizontalen von 0°) mit 10 N anheben. Ab einer Winkelstellung von ca. 22 ° ist die Gasdruckfeder stark genug, um die Klappe eigenständig bis in die voll geöffnete Position zu drücken und auch oben zu halten.

Für das Schließen bedeutet dies, der Anwender muss von der 60° Stellung mit 10 N die Klappe runterziehen bis zur Winkelstellung von ca. 22 °. Ab diesem Winkel wird die wirksame Gewichtsbelastung der Klappe größer als die Ausschubkraft der Gasfeder, die Klappe schließt selbstständig.

Bei der Berechnung werden die vorhandenen Reibungskräfte von Scharnieren und Gasfedern nicht berücksichtigt.

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Schwerpunkt + Gewicht: Schritt 3/8


In diesem Schritt bestimmen Sie den Schwerpunkt und die wirksame Gewichtskraft.

Die Gewichtsangabe muss in Newton (N) erfolgen, wobei 1 kg ca. 10 N (9,86 N) oder 1 kp entspricht.

Bei der Definition des Schwerpunkts (SP) ist es notwendig, die Koordinaten immer von der Startposition aus anzugeben. In nachstehendem Beispiel schwenkt eine Klappe von Senkrecht nach unten hängend (Startposition), um 130 ° nach oben über die Horizontale hinaus weg. Die Koordinaten des Schwerpunkt sind also: X = 0 / Y= - 500




Ist die Position des Schwerpunkts nicht bekannt, wird dieser in der Regel bei halber Klappenbreite angenommen. Beispiel: Klappenbreite 1000 mm, angenommener Schwerpunkt bei 500 mm.

Im Vollmodus kann der Schwerpunkt auch exakt positioniert werden. Hierzu wechseln Sie bitte über das Menü "Optionen" zu "Koordinaten" und wählen anschließend "Decart Koord. (mm)".

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Schwenkwinkel: Schritt 4/8


Ausgangspunkt für die Eingabe des Schwenkwinkels ist die Startposition der Anwendung.

Von der geschlossenen Position aus fängt die Klappe an, um den einzugebenden Schwenkwinkel wegzuschwenken. Z. B. im folgenden Beispiel einer Bodenklappe, schwenkt diese von der Horizontalen (0°) aus um ca. 70° in die Endstellung der Anwendung. Der einzugebende Schwenkwinkel ist also 70°, was in diesem Fall auch der Endposition entspricht.



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Montagepunkt Klappe: Schritt 5/8


Ausgehend vom Anfangswinkel legen Sie in diesem Schritt den Klappenbefestigungspunkt fest. Angenommene Klappenbreite: 1000 mm



Bei einer Schwenkbewegung von 0 ° nach z.B. 70°, entspricht der X-Wert des Klappenmontagepunkt ungefähr 60 - 80 % der gesamten Klappenbreite. Der Y-Wert liegt normalerweise geringfügig unter der Horizontalen, also je nach Klappenstärke und Höhe des Befestigungsbeschlag z. B. ca. - 30 mm

Für die Schwenkbewegung von - 90° nach 0°, entspricht der negative Y-Wert des Montagepunkts ungefähr 15 - 30 % der gesamten Klappenbreite. Der X-Wert liegt je nach Klappenstärke und Höhe des Befestigungsbeschlag bei z. B. - 30mm.

Achtung: Insbesondere bei labilen oder schweren Klappen, muss oder kann von diesen Richtwerten abgewichen werden.

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Montagepunkt Rahmen: Schritt 6/8


Ausgangspunkt für die Festlegung des Rahmenmontagepunktes ist erneut die geschlossene Position der Anwendung.



Für eine Schwenkbewegung von 0° bis nach 70 °, wie oben abgebildet, entspricht der X-Wert des Montagepunkts ungefähr 20 - 30 % der gesamten Klappenseitenlänge. Der Y-Wert sollte etwas (z.B. 100mm) unter dem Y-Wert des Klappenmontagepunkts liegen.

Bei Öffnung der Anwendung von - 90° nach 0°, entspricht der negative Y-Wert des Montagepunkts ungefähr 70 - 85 % der gesamten Klappenlänge. Der X-Wert liegt je nach Klappenstärke und gewünschtem Schließ- und Öffnungsdruck bei z. B. - 30 mm.

Achtung: Insbesondere bei labilen oder schweren Klappen, muss oder kann von diesen Richtwerten abgewichen werden.

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Eingabeinformationen: Schritt 7/8


In Schritt 7 haben Sie die Möglichkeit alle eingegebenen Informationen nochmals zu prüfen.



Bitte bestätigen Sie mit "weiter" , wenn alle Informationen korrekt sind.

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Animation: Schritt 8/8


Im letzten Schritt besteht die Möglichkeit zur Prüfung des Bewegungsablaufs der Anwendung.

Durch drücken des Animationsschiebers wird Ihnen in der total geöffneten Stellung der notwendige Hub der Gasdruckfeder angezeigt.



Leider kann aus technischen Gründen nicht jedes gewünschte und errechnete Hub- / Einbaulängenverhältnis gefertigt werden. Bezogen auf den Hub ergeben sich Mindest-einbaulängen, die nicht nennenswert unterschritten werden können.

Bitte beachten sie dabei folgende Längen-Richtwerte:
       Gasdruckfeder:   2 * Hub + 100 mm = Einbaulänge (ausgefahren)
       Gaszugfeder: 1 * Hub + 133 mm = Einbaulänge (eingezogen)

Exakte Informationen zur Längenberechnung entnehmen Sie bitte unserem aktuellen Prospekt oder unserer Homepage.

Achtung: Die Berechnung und Auslegung erfolgt in der Regel auf Grundlage verschiedener Vorgaben und Annahmen. Bitte beachten Sie, dass wir für Einbauvorschläge jegliche Garantie- und Haftungsansprüche ausschließen.

Weitere Eingabe - Parameter:

Über die im Assistenten/Wizard bereits abgefragten Informationen hinaus, haben Sie im Vollmodus noch die Möglichkeit nachstehende Parameter zu beeinflussen. Bitte beachten Sie, dass die Änderung der Werte nur in seltenen Fällen notwendig ist.

Reibungskraft:
Die errechnete Ausschubkraft und der zunächst angezeigte Handkraftverlauf werden durch Veränderung des Werts nicht beeinflusst.

In der Regel hinterlegen Sie einen Wert von 40 N, nur bei errechneten Kräften von über 1000N kann die Reibungskraft der Gasdruckfeder auf z. B. 100 N abgeändert werden.

Bitte wechseln Sie hierzu in das Menü "Ansicht" und dann "Reibung", um den erhöhten Handkraftbedarf zu ersehen.

Einsatztemperatur:
Grundsätzlich beziehen sich alle Angaben auf 20 ° C.

Der Kraftverlauf bei veränderten Umgebungstemperaturen kann über das Menü "Ansicht" und dann "Temperatur" geprüft werden.

Druckanstieg:
In der Anwendung wird durch das Einschieben der Kolbenstange eine Kraftzunahme der Gasfeder bewirkt. Die nominale Ausschubkraft der Gasdruckfeder wird im ausgefahrenen Zustand angegeben, der eingefahrene Wert liegt um den prozentualen Druckanstieg höher.

Bei Zugfedern wird die nominale Kraft für den eingezogenen Zustand errechnet, der ausgezogene Wert liegt um den prozentualen Druckanstieg höher.

Je nach ermittelter Kraft müssen Sie sich für eine bestimmte Baureihe festlegen. Hinterlegt ist ein Durchschnittswert von 40 %. Gegebenenfalls bitten wir Sie für Standard-Gasdruckfedern folgende Druckanstiegswerte zu berücksichtigen:
Baureihe
6/15
8/19
10/22
14/28
10/40
20/40
Druckanstieg %
27
33
39
52
8
45

Informationen über weitere Baureihen entnehmen Sie bitte unserem aktuellen Prospekt oder unsere Homepage. Grundlage für die angegebenen Werte ist ein normales Hub/Einbaulängen-verhältnis.

Achtung: Gasfedern mit starker Enddämpfung können einen wesentlich höheren Prozentsatz erreichen, Gasfedern mit überlangen Zylinderrohren einen deutlich niedrigeren.

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